Kurzfassung: Multimodale Suchanfragen verändern das digitale Informationsverhalten deutlich: Nutzer wechseln zwischen Text, Sprache und Bild, wählen je nach Bedarf zwischen klassischen Suchmaschinen und KI-Diensten und verlangen integrierte, kontextuelle Suchergebnisse. Eine unabhängige Umfrage aus dem März 2025 in der DACH-Region zeigt erste Muster, die 2026 das Marketing und die Produktstrategie prägen.
Wie multimodale Suche das Nutzerverhalten in der DACH-Region verändert
Die Kombination aus Sprachsuche, Bildersuche und textbasierten Eingaben führt zu einer neuen Routine bei Suchanfragen. Viele Nutzer entscheiden situativ, ob sie eine klassische Suchmaschine wie Google oder ein KI-Tool wie ChatGPT oder Perplexity nutzen.
Die Umfrage aus dem März 2025 zeigt, dass jüngere Altersgruppen multimodale Interfaces häufiger für schnelle Antworten und kreative Aufgaben einsetzen, während ältere Nutzer tendenziell an traditionellen Suchformaten festhalten. Insight: Multimodalität schafft fragmentierte Suchpfade, die content-Strategien neu denken müssen.

Wann Nutzer auf KI-Dienste statt Suchmaschinen setzen
Die Entscheidung zwischen KI-Assistenz und klassischer Suche ist oft zweckgebunden: Für erklärende, zusammenfassende oder explorative Fragen bevorzugen viele Befragte inzwischen KI-basierte Antworten. Bei transaktionalen oder lokal bezogenen Suchanfragen bleiben Suchmaschinen erste Wahl.
Die Untersuchung differenziert außerdem nach Einkommen, digitaler Kompetenz und Berufsgruppe: Beruflich stark digital vernetzte Personen nutzen häufiger Pro-Abos wie ChatGPT Plus oder Perplexity Pro, was ihre Vertraulichkeit und Nutzungsintensität erhöht. Insight: Toolpräferenz ist ein Indikator für digitale Reife und Zahlungsbereitschaft.
Veränderte Benutzerinteraktion durch multimodale Interfaces
Multimodale Systeme fordern ein Umdenken bei der Gestaltung von Benutzeroberflächen: Nutzer erwarten, nahtlos zwischen Sprache, Bild und Text zu wechseln. Diese Erwartung verschiebt den Fokus von reiner Keyword-Optimierung hin zu kontextueller Nutzerführung.
Für Redaktionen und Plattformbetreiber bedeutet das: Inhalte müssen Datenintegration und Metadaten besser organisieren, damit KI-Modelle und Suchtechnologien relevante Suchergebnisse liefern. Insight: Benutzerinteraktion wird fluid — wer die Übergänge gestaltet, gewinnt Sichtbarkeit.
Auswirkungen auf Marketing, SEO und Suchtechnologien
Der Wandel beeinflusst KPIs und Messmethoden: Engagement über mehrere Touchpoints, Attribution bei kombinierten Sprach- und Bildanfragen und Long-Tail-Conversion werden relevanter. Fachleute sollten daher neue Metriken prüfen, wie sie etwa in Diskussionen zu aktualisierten Webmarketing-KPIs beschrieben werden.
Parallel steigt die Bedeutung von First-Party Data für personalisierte Sucherlebnisse und DSGVO-konforme Personalisierung. Praktiker finden Ansätze zur Datennutzung und Segmentierung in Analysen zur First-Party-Data-Strategie. Insight: Datenhoheit entscheidet über die Qualität multimodaler Antworten.
Technische Konsequenzen: Datenintegration und Conversion-Tracking
Multimodale Plattformen aggregieren unterschiedliche Datentypen — Texte, Audios, Bilder — und erfordern robuste Pipelines für Indexierung und Semantik. Das beeinflusst, wie Suchtechnologien Relevanz berechnen und wie Unternehmen Conversion-Pfade abbilden.
Vor diesem Hintergrund gewinnen KI-spezifische Conversionmodelle an Bedeutung; wer die Logik hinter AI-gestützten Suchergebnissen versteht, kann bessere Nutzerpfade konzipieren. Für weiterführende Überlegungen zur Conversion-Logik lohnt sich die Lektüre einschlägiger Analysen zur Conversion-Logik bei AI und Suchmaschinen. Insight: Technische Datenintegration ist Voraussetzung für messbare Marketingresultate.
Praxisfall: Wie die fiktive Agentur „Nordlicht Digital“ mit multimodalen Suchanfragen umgeht
Die Agentur „Nordlicht Digital“ begleitet einen Mittelständler aus dem E-Commerce-Bereich, dessen Kundschaft zunehmend per Sprachassistent und Bildersuche nach Produkten sucht. Das Team integriert Produktbilder mit semantischen Beschreibungen und optimiert FAQ-Inhalte für KI-Zusammenfassungen.
Ergebnis: Reichweite auf klassischen Suchmaschinen blieb stabil, während Anfragen über Sprachassistenten um 27 % zulegten und die Conversion-Rate bei multimodal optimierten Seiten stieg. Insight: Praktische Anpassungen an Benutzerinteraktion führen schnell zu messbaren Effekten.
Handlungsempfehlungen für Entscheider:innen und Marketer
Unternehmen sollten zunächst ihre Nutzerpfade kartieren und herausfinden, welche Suchtechnologien Kunden aktuell verwenden. Anschließend empfiehlt sich eine Kombination aus inhaltlicher Aufbereitung für KI-Overviews und technischer Datenintegration für bessere Indexierung.
Weiterhin sind Schulungen zur sicheren Nutzung von KI-Tools und die Anpassung von KPIs an multimodale Touchpoints zentral. Insight: Wer jetzt in Prozesse und Daten investiert, sichert langfristig Wettbewerbsvorteile.
Warum die Beobachtung des Nutzerverhaltens 2026 strategische Relevanz hat
Die Evolution der Suche ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine strukturelle Verschiebung der Informationsbeschaffung. Für Kommunikationsverantwortliche, HR-Teams und Produktmanager bedeutet das, dass Inhalte, Prozesse und Messsysteme neu ausgerichtet werden müssen.
Der March-2025-Report liefert dabei robuste Daten für die DACH-Region und bleibt eine nützliche Grundlage, um Entscheidungen für 2026 zu treffen. Insight: Multimodale Suche verändert nicht nur Kanäle, sondern Geschäftsmodelle.





